Rheinland M. Özgün | Festenbergstr. 9, 40231 Düsseldorf | Tel:efon: +49(0)211 77 60 70 | Tel:eFax:: +49(0)211 78 39 95
     
 
 
 
 
 
 
Infoschädlinge
     

Hygieneschädlinge

Bettwanze (Cimex lectularius)

Ca. 5-8 mm lang, stark abgeplattet, rotbraun. Larven entwickeln sich aus dem Ei in 5 Stadien zum Vollinsekt. Sie sind dem erwachsenen Tier in der Form ähnlich, abe rmehr gelbbraun gefärbt. Nach dem Blutsaugen sind die Tiere stark verdickt und rot bis schwarz gefärbt. Tagsüber in Verstecken verborgen, wie z. B. Ritzen in Böden, Matratzen, hinter elektrischen Leitungsrohren, Bildern u. a . Erwachsene Tiere können Kälte ertragen und wochenlang ohne Nahrungsaufnahme leben. Befallen sind meistens Schlafräume.

Die Wanzen wanderen - auch von entfernt liegenden Verstecken - zu den schlafenden Menschen und anderen Warnblütern (Haustiere), um Blut zu saugen. - Stich des Vollinsektes und der Larven bevorzugt bei Dunkelheit. Blut wird etwa 5-10 Minuten lang gesaugt. Dabei eingespritztes Speicheldrüsensekret ist toxisch und ruft bei den meisten Menschen bis zu 7 Tagen später stark juckende Quaddeln hervor. Es kommt aber auch zu großflächigen Hautentzündungen, Störungen de Allgemeinbefindesn und Beeinträchtigung des Sehvermögens. Bei stärkerem Befall Belästigung durch ihren widerlichen, süßlichen Geruch im Raum.

nach oben

  • Fiebermücke

Fiebermücke = Malariamücke (z. B. Anopheles maculipennis)

Mücke 5-7 mm lang, dunkelbraun. Eier werden reihen- oder sternförmig auf die Oberfläche stehender, sauberer Gewässer abgelegt. Überwintern u. a. in Gebäuden, vorwiegend unter Dächern und an anderen trockenen Plätzen.

Überträger der Malaria und Fadenwürmer-Erkrankungen. Übertragung nur in subtropischen und tropischen Gebieten möglich.

nach oben

  • Filzlaus

Filzlaus (Phthirus pubis)

Deutlich kleiner als Kopf- und Kleiderlaus, gedrungen gebaut, 1-1,5 mm lang, grauweiß gefärbt. Erstes Beinpaar schlank, nachfolgende Beinpaar kurz, gedrungen und sehr gekrümmt. Hält sich vorwiegend an Schamhaaren, seltener an Körper- und Barthaaren fast nie an Kopfhaaren auf.

Der Stich ruft starken Juckreiz hervor und lässt bläuliche bis graue Flecken entstehen. In der Unterwäsche zeigen sich kleine blutige Punkte.

nach oben

  • Fleischfliege-blau

Fleischfliege, Blaue = Schmeißfliege (Calliphora erythrocephala)

Fliege 10-14 mm lang, stark beborstet, vorwiegend schwarz, bläuliche Längsstreifen auf der Brust. Hinterleib dunkelblau glänzend. Über 1000 Eier werden in einzelnen Haufen an Nährsubstrat abgelegt. Weiße Maden schlüpfen oft schon am selben Tag.

Schaden wie bei Grauer Fleischfliege.

nach oben

  • Fleischfliege-grau

Fleischfliege, Graue (Sarcophaga carnaria)

Fliege 10-16 mm lang, schlank. Brust hellgrau mit 3 dunklen Längsstreifen. Hinterleib schachbrettartig hell- und dunkelgrau gefleckt. Bringt an Tierkadavern im Freiland lebende weißliche Larven zur Welt.

Beleckt eiweißreiche Lebensmittel, wie Fleisch, Käse, Fisch, im Freiland auch Tierkadaver. Durch den abwechselnden Aufenthalt auf Aas und Lebensmitteln ist diese Fliege nicht nur unappetitlich, sondern sie überträgt auch gesundheitsschädliche Keime und verschmutzt Nahrungsmittel.

nach oben

  • Grasmilbe

Grasmilbe (Bryobia graminum)

Lebt an Gräsern und Sträuchern im Freiland. Massenauftreten bei warmer, trockener Witterung im Spätsommer und Herbst. Die rötlich gefärbten Tiere wandern vor allem dort, wo Rasenflächen an Gebäude angrenzen, in großen Mengen in Wohnungen ein.

Befallen Menschen und Tiere. Verursachen Juckreiz, Hautekzeme, Allergien.

nach oben

  • Hausmilbe

Hausmilbe (Clycyphagus domesticus)

Ca. 0,5 mm große, weißliche, 8 beinige Tiere. Sie sind nur bei stärkerer Vergrößerung zu erkennen. Zu einer Massenvermehrung kommt es nur in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit, in denen auch Schimmelbildung auftritt.

Überziehen Wände und Polstermöbel in Wohnungen und Lagerräumen wie mit einem staubartigen, schmutzigweißen Belag. Hausmilben-Befall kann bei empfindlichen Personen zu Asthma und Hauterkrankungen hervorrufen.

nach oben

  • Hausmücke

Hausmücke (z. B. Culex pipiens)

Mücken 5-6 mm lang, bräunlichgrau, Hinterleib mit hellen Querbändern. Hausmücken legen ihre Eier, als schwimmende Schiffchen zusammengeklebt, auf Wasseroberflächen ab. Brutstätten sind Wasseransammlungen aller Art, wie z. B. Gräben, Teiche, tote Flussarme, Jauchegruben, Pfützen, Regentonnen, verstopfte Dachrinnen, Sickerschächte, alte Autoreifen, regenwassergefüllte Konservendosen und Flaschen. Befruchtete Weibchen überwintern gern in Kellern und an anderen geschützten, feuchten Orten.

Überträger der Hirnhautentzündung und von Fadenwürmer-Erkrankungen.

nach oben

  • Hausratte

Hausratte (Rattus rattus)

Ratte bis 21 cm lang, Schwanzlänge bis 24 cm. Schnauze spitzer als bei Wanderratte. Oberseite graubraun bis schwarz. Zwei Würfe pro Jahr mit 6-8 Jungen. Auftreten mehr in trockenen (Dachböden) und warmen Räumen (Schiffe, Ställe).

Nimmt ausschließlich pflanzliche Nahrung zu sich. Nagetätigkeit an Verpackung- und Baumaterial. Schäden auch in Feldbeständen, z B. Mais. Nimmt auch in tierische Nahrung zu sich; kleine Haustiere können angefallen und getötet werden. Übertragen direkt oder indirekt viele gefürchtete Krankheiten auf Mensch und Vieh, z. B. Thyphus, Cholera, Ruhr, Pest, Tuberkulose, Trichinose, Maul- und Klauenseuche u. a.

nach oben

  • Hausstaubmilbe

Hausstaubmilben

Was sind Allergien?

Als Allergie bezeichnen die Mediziner eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf bestimmte organische oder anorganische Substanzen. Der Mechanismus ist vergleichbar mit der Reaktion des Immunsystems auf schädliche Organismen wie z. B. Viren, Bakterien oder Keime. Aus Gründen, die den Forschern bisher noch unbekannt sind, reagiert das Immunsystem eines Allergikers jedoch auf Substanzen, die für den Körper normalerweise völlig harmlos sind: Blütenpollen, Schmimelpilzsporen, bestimmte Eiweiße oder z. B. Hausstaubmilben-Exkremente. Die über die Atmungs- oder Verdauungsorgane aufgenommene Substanzen (Allergene) bewirken, dass bestimmte Zellen, die sich besonders zahlreich in den Schleimhäuten, aber auch in der Haut befinden (Mastzellen), Histamin ausstoßen. Dieser Abwehrstoff bewirkt, dass Schleimhäute anschwellen, Sekret absondern oder dass sich Ekzeme auf der Haut bilden. Die Folgen: Husten, Schnupfen, gerötete, geschwollene Augen, Hautjucken, ja sogar Asthma - Anfälle und Atemnot. Diese Symptome treten immer dann auf, wenn der Patient mit "seinen" Allergenen in Kontakt kommt. Daher ist eine wirksame Therapie, die Allergene zu entfernen. Wie dies im Falle einer Hausstaubmilbenallergie geschehen kann, erläutern Ihnen die folgenden Seiten.

Unliebsame "Untermieter"

Experten vermuten, dass in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 4 und 6 Millionen Patienten an einer Hausstaubmilben-Allergie beziehungsweise an Milbenasthma leiden. Im Gegensatz zur Pollenallergie bestehen die Beschwerden ganzjährig mehr oder minder stark, weil die Allergene den wichtigsten Teil des Hausstaubes bilden. Wissenschaftlern ist es gelungen, ein Präparat zu entwickeln, mit dem Hausstaubmilben gezielt und nahezu vollständig vernichtet werden können. Hausstaubmilben sind winzige Mitbewohner in fast jedem Haushalt. Sie übertragen keine Krankheiten und bleiben normalerweise unentdeckt, wenn nicht ein Familienmitglied allergisch auf diese Spinnentiere reagiert.

Wo leben Hausstaubmilben?

Die heimlichen Krankmacher finden sich in fast allen textilen Einrichtungsgegenständen. Ihre Lieblingsplätze sind Matratzen, Polstermöbel, Teppichböden sowie Kissen und Kuscheltiere. Den Löwenanteil ihrer Nahrung liefert der Mensch selbst mit seinen Hautschuppen. Täglich stößt ein Erwachsener etwa eineinhalb Gramm davon ab, genug für etwa eine Million Milben. Auch nach regelmäßigem Staubsaugen können sich in Teppichen noch 1000 bis 10.000 Milben pro Quadratmeter befinden. Diese auf den ersten Blick sehr hohe Menge hat aber nichts mit Unsauberkeit zu tun, sondern ist durchaus natürlich. Denn Milben gehören zum Ökosystem des Haushalts ebenso wie der Hausstaub. Gefährlich sind sie nur für Personen, die besonders anfällig sind. Die Gründe für die allergische Anfälligkeit bestimmter Personen sind noch nicht bekannt. Man weiß jedoch, daß das Immunsystem des Hausstaubmilbenallergikers auf bestimmte Proteine (Eiweiße) des Milbenkotes übersteigert reagiert. Der Patient leidet im Gegensatz z. B. zum Pollenallergiker mehr oder weniger ganzjährig unter seinen Symptomen.

Steckbrief der Hausstaubmilben

Die Hausstaubmilben sind mit dem bloßem Auge nicht zu erkennen, denn in voller Größe messen sie ganze 0,1 bis 0,5 Millimeter. Klein und lichtscheu entwickeln sie sich in Lebensräumen mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65 bis 80 Prozent und mäßiger Temperatur (20-30 °C), wie sie etwa in den tiefen Schichten des Teppichflors oder in Polstern zu finden sind. Mit Beginn der warmen und feuchten Witterung im Frühsommer vermehren sich diese Tierchen. Die höchsten Zahlen finden sich n den Hochsommer und ersten Herbstmonaten. Parallel zu dieser Entwicklung verstärken sich die allergischen Beschwerden der "Milbenpatienten".

Warum die Beschwerden im Herbst am stärksten sind

Obwohl die meisten Hausstaubmilben mit Beginn der Heizperiode durch die niedrige Luftfeuchtigkeit absterben, erreichen die allergischen Beschwerden dann ihren Höhepunkt, weil sich jetzt die maximale Menge von Exkrementen (Kot) angesammelt hat. Eine Milbe produziert im Laufe ihres zwei bis vier Monate langen Lebens etwa das zweihundertfache ihres Gewichts an Exkrementen. Zu Anfang noch von einer Schleimschicht fest zusammengehalten, zerfallen die Kotbällchen im Laufe der Zeit in sehr kleine Teilchen, die sich mit dem Hausstaub verbinden. Dieser allergenhaltige Staub kann aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert werden. Das Krankheitsbild der Hausstaubmilben-Allergie zeigt sich in Beschwerden, die sich beim gleichen Patienten und von Patient und Patient verschiedenartig offenbaren können. In milderen Fällen leiden die Betroffenen unter Augentränen, laufender Nase, Niesanfällen und Husten, in schwerwiegenden unter milbenbedingtem Asthma.

Schach den Hausstaubmilben

Will man die Ursache der Beschwerden beseitigen, müssen die Milben und ihre Exkremente vollständig entfernt werden. Durch gründliches Staubsaugen mit Hochleistungsgeräten ist dem Problem allerdings nicht beizukommen. Nach Untersuchungen der Universität Utrecht ist der Staubsauger machtlos. Selbst bei sorgfältigem Vorgehen bleiben unter Haushaltsbedingungen noch etwa 90 bis 95 Prozent der Milben und ihrer Exkremente in der Tiefe von Polstern, Matratzen und Teppichen. Bei trockener Luft und beim Staubsaugen mit den üblichen Geräten verteilen sich die Allergene als Feinstaub in der Atemluft.

nach oben

  • Hornisse

Hornisse (Vespa crabro)

Mit 20-35 mm weit größer als Wespen; Zeichnung dunkelbraun bis gelb. Nest meist in hohlen Bäumen, gelegentlich auch in Dachstühlen. Sonst wie Wespen

Stiche, die schon auf Grund der Giftdosis meist gefährlicher sind als Wespenstiche.

nach oben

  • Hühnermilbe

Hühnermilbe = Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae)


Ca. 0,7 mm lang, gelblich bis bräunlich gefärbt, nach dem Saugen von Vogelblut rot bis schwarz. Siedelt sich in Geflügelställen an. Als Schlupfwinkel dienen Legenester sowie Risse, Fugen und Ritzen in Stalldecken und Wänden. Hühnermilben können bis zu drei Monate hungern.

Saugen nachts Blut; an den Stichstellen kommt es zu Entzündungen und lang anhaltendem Juckreiz. Aufzucht, Mast- und Legeleistung werden beeinträchtigt. Die Milben übertragen Geflügelcholera und Geflügelpest. Bei längerem Nahrungsmangel dringen sie auch in Wohnungen ein und plagen die Menschen.

nach oben

  • Hundefloh

Hundefloh (Ctenocephalides canis)


1,5-3 mm lang, braun bis rotbraun, Kopf kurz. Hält sich in oder in der Nähe der Lagerstätten von Hunden auf; kann auch vorübergehend auf den Menschen übergehen. . Larven fadenförmig, beinlos, ca. 5 mm lang. Generationsdauer 4-6 Wochen. Flöhe können wochenlang hungern. Brutstätten sind vor allem Staub und Kehrichtansammlungen u. ä. in Ritzen, Fugen, Ecken usw. Die Larven ernähren sich von organischen Abfällen.

Der Floh verursacht schmerzhafte Stiche an Mensch, Katze und Hund und saugt deren Blut. Sticht oft mehrmals hintereinander, um sich vollzusaugen. Der Juckreiz hält tagelang an. Es kommt zur Bildung von Quaddeln und Papeln. Überträger von Bandwürmern.

nach oben

  • Junge Ratten

Junge Ratte (Wurf)


Starke Vermehrungsfähigkeit, bis 7 Würfe pro Jahr mit jeweils 5-8 Jungen. Jungtiere sind schon im Alter von 3 Monaten geschlechtsreif. Die Wanderratten leben meist in Großfamilien oder Rudeln zusammen. Fremde Ratten, die in ein Rudelrevier gelangen, werden angegriffen und oft getötet. Auftreten im Freiland, überall in Siedlungsnähe, bevorzugt die unteren Räume der Gebäude (Ställe, Vorratsläger, Keller). Wandert im Herbst gern vom Freiland in Gebäude ein.

nach oben

  • Kanalratten

Kanalratten

Ratten beherrschen die Kunst des Überlebens perfekt - wie kein anderes Tier. Sie sind vorsichtig, intelligent und überaus anpassungsfähig. Als einzige haben Ratten das Biotop "Kanalisation" okkupiert. Es bietet Schutz vor Verfolgung und erlaubt Ortswechsel auf kürzestem Weg. Name: Rattus norvegicus - die Wanderratte. Ihre Bekämpfung im Kanalnetz erfordert spezielle Kenntnisse und Produkte.

Sex-Rekord Eine Ratte wird etwa 3 Jahre alt. Schon mit 3 Monaten macht sie Sex und 3 Wochen später sind Junge da. Das geschieht etwa sechsmal im Jahr. Wenn alles gut geht, wächst die Verwandtschaft nur eines Rattenpaares schon im ersten Jahr auf etwa 1000 Tiere.
Expansionsstreben. Ratten vermehren sich also stark. Sie brauchen ausreichend Lebensraum. Ein zunehmender Bestand hat das Besteben, sich auszubreiten - horizontal, aber auch vertikal. Der Konzentrationsausgleich bewirkt, dass die durch Bekämpfungen befallsfrei oder befallsarm gewordenen Areale erneut besetzt werden, und zwar um so rascher, je kleiner das Areal war. Nach einer 90%igen Tilgung kann die Population in 6 Monaten wieder auf dem alten Stand sein, bei 50%iger Tilgung schon nach 3 Monaten.

Der Weg nach oben zwischen oberirdischem und unterirdischem Befall gibt es klare Zusammenhänge bzw. Verbindungen. "Grenzübergänge" sind schadhafte Sielleitungen und Hausanschlüsse, Regenfallrohre, Rostkästen bzw. Bodenabläufe, Belüftungsgitter, WC-Schüsseln(!), Abläufe in Rinnsteinen, Notauslässe in die Vorfluter und die Überläufe bzw. Überfallschwellen bei Trennsystemen. Wühllöcher im Erdreich und Austrittslöcher in Kellern sind oft Hinweise auf Sielschäden. Sie können mit Rauchproben oder Farbwasserprüfungen nachgewiesen werden und sollten, wenn eben möglich, durch Hausbesitzer oder das Kanalamt beseitigt werden.

Pendelverkehr. Das Befall über und unter der Erde kommuniziert, wird oft aus der identischen Lage der Befallsschwerpunkte klar. Unter Marktplätzen, Schlachtereien, Restaurants, Hotels, Krankenhäusern und anderen Großküchenbetrieben als Abfall-Lieferanten ist sehr häufig auch das Abwassernetz befallen. Bekämpfungen hier führen zum Verschwinden der oberirdischen Ratten. Neben Ratten, die oberirdisch hausen und unterirdisch fressen - oder umgekehrt - gibt es auch solche, die zeitlebens im Abwassernetz bleiben, wo übrigens die Voraussetzungen für eine besonders rasche Vermehrung gegeben sind. Überstauungen bei Katastrophenregen töten immer nur einen kleinen Teil der Population.

Lückenlos. Nur oberirdisch Ratten zu bekämpfen, kann nicht zu langfristigen Erfolgen führen. Bei einer großräumigen Tilgunsaktion ist das Kanalnetz unbedingt einzubeziehen, besonders, wenn Gewährleistungen vertraglich vereinbart werden. Der Nachschub aus dem Rattenreservoir "Kanalnetz" - muss unterbunden werden.
Dranbleiben. Von vielen versuchten Bekämpfungsmethoden hat sich das Köderverfahren am besten bewährt und durchgesetzt. Um Arbeitskosten zu sparen, sollten grundsätzlich bei jeder routinemäßigen Kontrolle und Beseitigung von abgesetzten Sinkstoffen auch Köfer ausgelegt werden. Abgesehen von dieser laufenden Bekämpfung sind pro Jahr zwei Großaktionen angebracht, am besten in den sturzregenarmen Monaten, d. h. im Februar/März und im Spätherbst. Nach dem heutigen Wissensstand sind diese Maßnahmen geeignet, den Befall auf minimalem Niveau zu halten. Restlose Tilgungen gelingen nur selten.
Notfalls nacheinander. Kann nur ein Teil des Kanalnetzes auf einmal behandelt werden, dann sollten wenigstens in sich geschlossene Sielbezirke oder das komplette Einzugsgebiet eines großen Sammlers mit Ködern belegt werden. Lagepläne bei den Kanalämtern geben genauen Aufschluß.

Signale. Ob ein Kanal befallen ist, lässt sich bei begehbaren Hauptsammlern ziemlich leicht feststellen (angefressene Abfälle oder Köder; frischer, glänzender Kot auf den Banketten). Viel kritischer sind aber die kleinen Seitenkanäle. Hier führen nur Probeauslegungen zum Ziel. Bei geringer Populationsdichte ist immer nur ein Teil des Abwassernetzes befallen, wobei die Lage der Befallsstellen ziemlich konstant bleibt.

Mischsystem. Trennsystem.

Beim "Mischsystem" wohnen die Ratten häufig in toten, trockenliegenden Leitungen (speziell Hausanschlüsse) und beim "Trennsystem" in den meist trockenliegenden Regenrohren, von wo aus via "Überlauf" der Schmutzwasserkanal zur Nahrungsaufnahme besucht wird.

Aktionsradius. Die Frage nach dem Aktionsradius der Ratten lässt sich nur ungefähr beantworten. Er hängt eng mit der Entfernung zwischen trockener Aufenthaltsmöglichkeit (Nistplatz) und Futterquelle zusammen. Bei Kontrollversuchen fand man Entfernungen von fünfzig bis zu einigen hundert Metern nach beiden Seiten. Die kürzeren Entfernungen sind häufiger. Entsprechend schwer ist es, genaue Angaben über die Zahl der Köderstellen und den Köderbedarf zu machen.

Köder platzieren. Bei der Bekämpfung geht man sicher, wenn jeder Revisionsschacht an einer Zusammenführung oder Kreuzung mit Köder belegt wird und jeder zweite Schacht bei geraden Strecken (Abstand also jeweils ca. 100 m). Auf die Lage der Überläufe und der oberirdischen befallsgefährdeten Objekte ist unbedingt zu achten.

Die Einstiegsschächte sind je nach Befallsstärke am besten mit 2-4 Contrax-D-Blocks zu belegen. Die Blockköder werden mit dem beigefügten Draht bzw. mit einem Verlängerungsdraht so am Tritteisen befestigt, dass der Contrax-D-Block etwa 5 cm über der Sohle schwebt. Man kann auch "Flöße" mit Contrax-D-Blocks beladen und durch Anbinden gegen Wegschwemmen sichern.
Vor Feuchtigkeit schützen. Auch bei guter Haltbarkeit sind Köder so gut wie möglich vor Nässe und Feuchtigkeit zu schützen! Dabei ist auch an das vom Schachtdeckel herabtropfende, unten verspritzende Wasser zu denken. Plastikschalen schützen aufliegende Blöcke gegen Durchfeuchten von unten.
Haltbarkeit entscheidet. Entscheidender als der Preis ist bei Ködern für Kanäle Attraktivität und Haltbarkeit! Denn oft werden Köder erst nach mehreren Tagen aufgefunden oder von den misstrauischen Nagern angenommen. Normale Köder zur oberirdischen Rattenbekämpfung sind im Abwassernetz nicht geeignet, weil sie in der feuchtwarmen Luft schon sehr bald schimmeln und dann nicht mehr angenommen werden. Das trifft auch für manche Block-Köder zu, die unter Einwirkung von Feuchtigkeit aufquellen und zerfallen können. Im Zweifelsfall sollte die Haltbarkeit i Vergleichsversuchen ermittelt werden.
Erfolgskontrolle. Da Ratten fast ausnahmslos in ihren Verstecken verenden, erlaubt die Zahl der toten, am Rechen angeschwemmten Ratten keine Erfolgsbeurteilung.

nach oben

  • Kleiderlaus

Kleiderlaus (Pediculus humanus corporis)

Ca. 3-4 mm groß, länglich, schmutzig-weiß bis gelblichbraun gefärbt. 150-300 Eier (Nissen) werden an Gewebefasern von Kleidung angelegt. Gesamtentwicklung vom Ei über Larvenstadien zum erwachsenen Tier bei günstigen Bedingungen 2-3 Wochen. Hält sich bevorzugt auf der Innenseite der Unterkleidung, in deren Nähten und Falten, gelegentlich auch an Körperhaaren, in Betten und Umgebung auf.

Der Stich der Larven und Vollinsekten ruft mehr oder minder starken Juckreiz hervor. Auf der Haut bilden sich Quaddeln oder Papeln, auch Ekzeme und eitrige Geschwüre. Ist ein gefährlicher Krankheitsüberträger: Fleckthyphus, Fünftagefieber, Läuserückfallfieber u. a.

nach oben

  • Kopflaus

Kopflaus (Pediculus humanus capitis)


In Form und Farbe der Kleiderlaus sehr ähnlich, aber nur 2-3 mm groß. Bevorzugter Aufenthaltsort ist das Kopfhaar, hauptsächlich in der Ohrengegend und im Nacken. Kittet bis zu ca. 130 Eier (Nissen) an den Haaren intensiv fest, die auch durch Waschen nicht zu entfernen sind. Stärkerer Befall führt, durch Kratzwunden begünstigt, zu einer dicken Borke, die sich aus Larvenhäuten, Kopfschuppen, geronenem Blut und Läusekot bildet. Mit dem Wachstum hebt sich die Borke ab und wird von den Läusen unterwandert. Es entsteht eine Stockwerkborke. Diese kann zu knotigen Verfilzungen der Haare führen, dem Weichselzopf. Als Krankheitsüberträger ist die Kopflaus von geringerer Bedeutung als die Kleiderlaus.

nach oben

  • Kriebelmücke

Kriebelmücke (Simulium sp.)

Kleine, gedrungene Mücke, ca. 1-1,3 mm lang, mit auffallend breiten glashellen Flügeln und verdickten Beinen. Sind nur im Freien anzutreffen, vorwiegend an Gewässern. Eiablage erfolgt unter Wasser. Larvenentwicklung in fließenden Gewässern an Steinen und Pflanzen. Zahlreiche verschiedene Arten; treten oft in Massen auf.

Nur die Weibchen stechen. Juckreiz anfangs sehr stark. Bei Massenauftreten starke Belästigung der Tiere und Menschen im Freien. Überträger von Blutparasiten des Geflügels und verschiedener Wurmkrankheiten.

nach oben

  • Menschenfloh

Menschenfloh (Pulex irritans)

2-4 mm lang, dunkelbraun bis schwarz, seitlich zusammengedrückter Körper, starke Sprungbeine. Bis zu 400 Eier werden wahlweise in der Umgebung der Wirte abgelegt. Larven fadenförmig, beinlos, ca. 5 mm lang. Generationsdauer 4-6 Wochen. Flöhe können wochenlang hungern. Brutstätten sind vor allem Staub und Kehrichtansammlungen u. ä. in Ritzen, Fugen, Ecken usw. Die Larven ernähren sich von organischen Abfällen.

Der Floh verursacht schmerzhafte Stiche an Mensch, Katze und Hund und saugt deren Blut. Sticht oft mehrmals hintereinander, um sich vollzusaugen. Der Juckreiz hält tagelang an. Es kommt zur Bildung von Quaddeln und Papeln. Überträger von Bandwürmern.

nach oben

  • Möbel-Braunbandschabe

Möbel- oder Braunbandschabe (Supella supellectilium)


Größe 10-15 mm, hellkastanienbraun bis dunkelbraun mit 2 helleren Querstreifen auf den Flügeldecken. Männchen lang-, Weibchen kurzflügelig. Eipaket wird sofort nach Fertigstellung abgelegt und in Ritzen von Möbeln usw. festgekittet. Diese Schabenart vermag auch an senkrechten Wänden und überhängenden Decken entlang zu laufen. Sie sind Allesfresser und gehen auch an organisches Material aller Art, wie z. b. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte weiche, auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen. Schaden durch Verunreinigung und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z. b. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose; auch Zwischenwirt von Fadenwürmern. Mitverantwortlich für den Hospitalismus in Krankenhäusern.

nach oben

  • Pharaoameisen

Pharaoameise (Monomoriumn pharaonis)

Arbeiterin nur 2-2,5 mm, bernsteingelb, Hinterleibsspitze dunkel. Sehr wärmeliebend, kommt daher nur in gut geheizten Gebäuden vor. Nester mit Geschlechtstieren meist versteckt z. B. im Mauerwerk, unter Umständen in größerer Entfernung vom Fraßort.

Fraß an eiweißreichen oder süßen Lebensmitteln bzw. organischen Abfällen. In Krankenhäusern besteht die Gefahr, dass sie Krankheitskeime aller Art verbreitet, da sie infolge ihrer geringen Größe überall hingelangt und mit Vorliebe auch an gebrauchtes Verbandsmaterial herangeht. Gefürchtet ist sie auch in Großküchen, Bäckereien, Süßwarenbetrieben, Hallenbädern u. a.

nach oben

  • Rattenfloh

Rattenfloh = Pestfloh ( Xenopsylla oheopsis)

Männchen 1,4-2 mm , Weibchen 1,9-2,7 mm lang. Kann von Ratten auch auf den Menschen übergehen und neben anderen Floh-Arten die gefährliche Pest übertragen.

Heute noch in einigen tropischen Ländern Überträger der Pestkrankheit. Der Floh verursacht schmerzhafte Stiche an Mensch, Katze und Hund und saugt deren Blut. Sticht oft mehrmals hintereinander, um sich vollzusaugen. Der Juckreiz hält tagelang an. Es kommt zur Bildung von Quaddeln und Papeln. Überträger von Bandwürmern.

nach oben

  • Regenbremse

Regenbremse (Chrysozona pluvialis)

Fliege 8-11 mm lang, mit gerade vorstehenden Fühlern. Hinterleib fast schwarz mit weißlichen Seitenflecken. Die grauen Flügel sind marmoriert. Die Regenbremsen halten sich nur im Freien auf.

Stich verursacht starken Juckreiz. Blutung meist noch nach Quaddelbildung. Überträger von Milzbrand, der infektiösen Anämie der Pferde und der Weil´schen Krankheit.

nach oben

  • Schabe Amerikanische

Schabe, Amerikanische (Periplaneta americana)

26-38 mm groß, rotbraun, Halsschild rotgelb mit 2 dunkelbraunen Flecken. Beide Geschlechter voll geflügelt. Eipakete werden nur einige Stunden bis 6 Tage umhergetragen, dann in Ecken und Ritzen festgeklebt und mit Holzspänen, Papierstückchen u. a. zugedeckt und getarnt. Larven schlüpfen nach 1-2 Monaten. Gesamtentwicklungsdauer der Schabe ca. 1 Jahr. Von allen Schabenarten liebt sie Wärme am meisten.

Gleiche Schaden wie Deutsche.

nach oben

  • Schabe, Deutsche

Schabe, Deutsche = Hausschabe (Blattella germanica)

Ca. 13 mm groß gelbbraun mit 2 dunkelbraunen Längsstreifen auf dem Halsschild. Beide Geschlechter geflügelt, fliegen aber nicht. Eipaket mit 20-40 Eiern wird vom Weibchen ca. 4-5 Wochen herumgetragen und dann wahllos abgelegt. Kurz darauf schlüpfen die dunkelbraun gefärbten Junglarven. Gesamte Entwicklungsdauer 2-3 Monate. Liebt wie alle Schwabenarten dunkle, feuchte Verstecke und wird daher häufig lange Zeit nicht bemerkt. Geht nur nachts, wie alle Schabenarten, auf Nahrungssuche. Tiere können längere Zeit hungern. Die Ei-Pakete sind wegen ihrer Chitin-Hülle sehr widerstandsfähig, auch gegenüber Bekämpfungsmitteln.

Sie sind Allesfresser und gehen auch an organisches Material aller Art, wie z. b. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte weiche, auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen. Schaden durch Verunreinigung und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z. b. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose; auch Zwischenwirt von Fadenwürmern. Mitverantwortlich für den Hospitalismus in Krankenhäusern.

nach oben

  • Schabe, Orientalische

Schabe, Orientalische (Blatta orientalis)

Auch Küchenschabe, Bäcker- bzw. Brotschabe oder Kakerlake genannt. 20-28 mm groß. Männchen kastanienbraun, Flügel etwas kürzer als der Hinterleib. Weibchen fast schwarz, besitzt nur Flügelstummel. Eipaket mit etwa 16 Eiern wird schon nach 2-5 Tagen wahllos abgelegt. Larven schlüpfen erst nach 2-3 Monaten. Entwicklung bei hohen Temperaturen nach 22 Wochen abgeschlossen, normalerweise erst nach 1 Jahr. Sonst wie Deutsche Schabe, aber wärmeliebender.

Verbreitet einen süßlichen, widerlichen Geruch. Sie sind Allesfresser und gehen auch an organisches Material aller Art, wie z. b. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte weiche, auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen. Schaden durch Verunreinigung und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z. b. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose; auch Zwischenwirt von Fadenwürmern. Mitverantwortlich für den Hospitalismus in Krankenhäusern.

nach oben

  • Stechfliege

Stechfliege, Gemeine oder Wadenstecher (Stomoxys calcitrans)

Fliege 6-7 mm lang, Hinterleib mit bräunlichem Anflug, Stechrüssel zugespitzt und deutlich den Kopf überragend. In Ruhestellung sind Flügel auseinandergespreizt, die Innenränder überschneiden sich kaum. Vermehrung und Entwicklung ähnlich wie bei der Großen Stubenfliege. Brutstätten vorwiegend Mistplätze u. a. faulendes organisches Material. Hauptauftreten im Spätsommer und Herbst; in Schuppen, Ställen und Wohnräumen.

Beide Geschlechter saugen Blut und verursachen beim Menschen schmerzhafte Stiche. Quälgeister der Haustiere. Milch- und Mastleistungen gehen zurück. Übertragen außerdem gefährliche Krankheitskeime, z. B. Milzbrand, infektiöse Anämie, Ruhr, und sind Zwischenwirte verschiedener Geflügelbandwürmer.

nach oben

  • Stechmücken-Larven

Stechmücken-Larven

Alle Stechmücken gemeinsam ist, dass sich ihre Jugendstadien als Mückenlarven in meist stehendem, unbewegtem und flachen Wasser entwickeln. In Deutschland kommen ca. 40 verschiedene Stechmücken-Arten vor. Alle haben gemeinsame Merkmale bezüglich ihrer Lebensweise; Mücken fliegen vom Frühjahr bis zum Herbst. Tagsüber halten sie sich meist an schattigen, feuchten Orten (in Hecken oder Gehölzstreifen) versteckt. In der Dämmerung und nachts - an feuchtwarmen Tagen schon nachmittags - fliegen diese Insekten. Die Weibchen stechen und nehmen mit dem Stechrüssel Blut auf. Männchen stechen nicht.

Stechmücken quälen durch ihre Stiche alle Warmblüter. Die Stiche sind mit schnell sich ausdehnender Hautschwellung und rasch nachfolgendem Juckreiz verbunden. Menschen werden sowohl im Freien als auch in Häusern - vor allem während des Schlafens - befallen. Auch in Ställen finden sich Stechmücken in großer Zahl ein. Bestimmte Arten übertragen Krankheitserreger, wie z. B. Malaria, Gelbfieber, Weil´sche Krankheit, Geflügelpocken, Hirnhautentzündungen und durch Fadenwürmer verursachte Erkrankungen.

nach oben

  • Stubenfliege

Stubenfliege, Große oder Gemeine (Musca domestica)

Stubenfliege, Große oder Gemeine (Musca domestica) Fliege schwarz, 7-8 mm lang. Der Saug- bzw. Leckrüssel ist nach unten gerichtet und endet in dem gut erkennbaren Saugkissen. Die Innenränder der Flügel überschneiden sich in Ruhestellung. Legt bis zu 2000 Eier vorwiegend in Mist, Fäkalien, Komposthaufen und Müllplätzen ab, d. h. überall dort, wo sich organische Substanz zersetzt. Die Entwicklung verläuft über verschiedene Larven-Stadien (weiße, beinlose, bis zu 6-12 mm große Maden) und Puppe zur erwachsenen Fliege. Entwicklungsdauer: 2 Wochen im Hochsommer, sonst 3-4 Wochen.


Menschen und Haustiere werden beunruhigt und belästigt. Hat eine Vorliebe für menschliche und tierische Körperausscheidungen (Schweiß, Kot, eiternde Wunden). Überträgt Infektionskrankheiten, wie z. B. Ruhr, Thyphus, Cholerea, Salmonellosen, Kinderlähmung, Maul- und Klauenseuche u. a. Wohnungseinrichtungen und Lebensmittel aller Art werden verschmutzt und unter Umständen mit Krankheitserregern verseucht.

nach oben

  • Taubenzecke

Taubenzecke = Saumzecke (Argas reflexus)

4-5 mm lang, 8 Beine, Körper flach eiförmig. Körperseiten muldenförmig nach oben umgebogen. Vollgesogen bis 12 mm lang. Zecken, auch deren Larven und Nymphen, wandern aktiv zu den Wirtstieren. Sind zu mehrjährigem Hungern befähigt. Halten sich vorwiegend in Taubenschlägen, aber auch in Ställen andere Geflügel-Arten auf.

Saugen Blut vor allem von Jungtauben, Hühnern und Enten, die bei starkem Befall eingehen können. Überträger von Geflügelspirochätose. Taubenzecken wandern bei Mangel an geflügeltem Wirtstieren oft erst nach längerer Zeit in benachbarte Wohnungen ein und befallen Menschen. Verursachen dann starke Entzündungen und schlecht heilende Wunden. Befall auch an Säugern möglich.

nach oben

  • Wald und Wiesenmücke

Wald- und Wiesenmücke (Aedes sp.)

5 mm lang, graubraun. Eier werden vor dem Winter im späteren Hochwasserbereich auf trockenes Land abgelegt. Schon ab Februar/März schlüpfen die Larven, sobald sich mit steigendem Wasser Pfützen und Tümpel bilden. Die Überwinterung erfolgt niemals im Larvenstadium. Sehr starke Massenvermehrungen oft im Stromgebiet größerer Flüsse. Gehören zu den stechfreudigsten Mücken-Arten und sind für den Menschen sehr lästig und quälend.

Überträger des Gelbfiebers, Dengue-Fiebers, der Hirnhautentzündung und von Filarien in den Tropen und Subtropen.

nach oben

  • Waldzecke

Waldzecke = Holzbock (ixodes ricinus)

2-4 mm , vollgesogen bis 12 mm lang; 8 Beine Kopf, Brust und Hinterleib der Mannchen mit einem gro?en Schild bedeckt. Weibchen kleines Schild. Lederhautiger Korper. Larven lassen sich von Grasern, Strauchern usw. auf Wirtstiere fallen, saugen sich fest und bleiben bis sie vollgesogen sind auf ihnen sitzen.

Saugen Blut an Reptilien, Vogeln, Saugetieren und Menschen. Der Einstich ist kaum spurbar; durch das Saugen kommt es zu Schwellungen, verbunden mit starkem Juckreiz. Ubertrager der Zeckenencephalitis.

nach oben

  • Wanderratte

Wanderratte (Rattus norvegicus)

Korperlange bis 25 cm, Schwanz schuppig und geringelt bis 22 cm lang. Oberseite des Felles graubraun bis rotlichbraun gefarbt. Der Bauch ist hellgrau bis wei?lich. Die Gliedma?en sind kurz und die Vorder- und Hinterpfoten nackt und rosafarben. Die Ratten besitzen wie alle Nagetiere im Oberkiefer und Unterkiefer je zwei als Nagezahne ausgebildete Schneidzahne. Diese sind kraftig, mei?elartig und tief im Kiefer verankert; sie mussen standig benutzt werden, da sie sonst weiterwachsen.

Verschmutzung und Fra? der Nahrungs- und Futtermittel aller Art, auch verdorbener und faulender Substanzen. Daher haufig auf Mullplatzen. Nagetatigkeit an Verpackung- und Baumaterial. Schaden auch in Feldbestanden, z B. Mais. Nimmt auch in tierische Nahrung zu sich; kleine Haustiere konnen angefallen und getotet werden. Ubertragen direkt oder indirekt viele gefurchtete Krankheiten auf Mensch und Vieh, z. B. Thyphus, Cholera, Ruhr, Pest, Tuberkulose, Trichinose, Maul- und Klauenseuche u. a.

nach oben